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Datenblatt image
ID 14721

THE MANHATTAN PROJECT


cover
Jahrgang: 2014

Verlag: Asmodee [->]
Minion Games [->]
Autor: Brandon Tibbetts
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2-5

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120

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ab 13


f5
Bewertung angespielt: 6.5 von 10
punkte

Score gesamt: 57.0% von 100
score
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Rezension

Ziel

Bei The Manhattan Project basteln die Spieler fleißig an Atom- und Wasserstoffbomben, um möglichst als erste Nation ein ordentliches Kernwaffenarsenal einsatzbereit zu haben. Dazu werden Produktionsanlagen eingerichtet, Fachkräfte ausgebildet, aber ab und zu auch beim Gegner spioniert.

Regeln

In seinem Zug darf ein Spieler genau 1 seiner Arbeiter auf dem allgemeinen Tableau sowie beliebig viele auf seinem eigenen einsetzen, oder stattdessen alle seine bereits eingesetzten Arbeiter zurück in seinen Vorrat holen. Zu Beginn ist letzteres jedoch noch leer, das entsprechende Aktionsfeld kann daher als (einziges) von beliebig vielen Spielern gleichzeitig genutzt werden. Zum Erwerb stehen sieben "Gebäude" (Karten) zu steigenden Preisen zur Auswahl, die bei jedem Kauf nachrücken und billiger werden.

Die Gebäude unterteilen sich in vier Sorten: Minen zur Förderung von Uranerz, Universitäten zur Ausbildung weiteren Personals (Arbeiter, Ingenieur, Wissenschaftler), Fabriken zur Generierung von Einkommen und/oder Bau von Flugzeugen und Bombern, sowie Reaktoren zur Herstellung von Uran und Plutonium (aus dem Erz).

Wer sich jedoch für das Bombendesign entscheidet, hat aus der ausliegenden Auswahl von Bombenkarten nicht nur die erste Wahl, sondern erhält sogar gleich zwei Stück. Um eine Bombe ausspielen zu können, müssen wieder die entsprechenden Fachkräfte und Ressourcen eingesetzt werden, wofür es die angegebene Anzahl Siegpunkte gibt. Es gewinnt schließlich, wer als Erster 50 Punkte erreicht, wofür meist drei Bomben notwendig sind.

Um Mitspieler zu behindern, gibt es gleich mehrere Möglichkeiten. Es können wichtige Aktionsfelder einfach besetzt gelassen werden, es können mittels der Aktion Spionage Gebäude der Konkurrenz benutzt und es können Angriffe gegen ihre Gebäude geflogen werden, die recht kostspielig wieder repariert werden müssen. Wem die Möglichkeiten des Grundspiels auf Dauer nicht ausreichen, kann zudem die zahlreichen beiliegenden modulare Erweiterungen ausprobieren.

Meinung

Wer sich vom Thema nicht abgestoßen fühlt, dem gefällt vielleicht das Cover nicht. Wer sich das Spiel trotzdem zulegt, darf sich zunächst durch ein dickes kleines Regelheft kämpfen, das wenig Vorfreude generieren kann. Viele kleine, aber wenigstens intuitive Randregeln behindern beim lesen und erfordern wiederholtes Hin- und Herblättern. Zum Schluss stört auch noch das Design des großen Spielplans, der reichlich unübersichtlich geworden ist.

Erfreulicherweise gestaltet sich bereits die erste Partie jedoch als spannendes Wettrennen ohne große Regelhürden. Die Nationen lernen, frühzeitig ihren Personalstamm zu erhöhen und das eigene Tableau mit möglichst vielen "Gebäuden" zu erweitern. Die Basisaktionen des gemeinsamen Spielplans sind in Anzahl und Nutzbarkeit derart begrenzt, dass die "Gebäude" schnell zur Hauptwirtschaftsmaschinerie mutieren. Sich gleichzeitig um genügend Erz, Geld und Personal zu kümmern und dann auch noch spaltbares Material zu erzeugen, beansprucht die gesamte Zeit über Aufmerksamkeit. Hinzu kommt später auch noch die Überlegung, welche Bombe(n) eventuell in das eigene Portfolio passen könnten um die 50 Punkte zu erreichen. Sollte ein Spieler auf genau eine der angebotenen Sprengsätze angewiesen sein, empfiehlt es sich, selbst die Verteilaktion auszulösen.

Wer nicht unter chronischer Geldknappheit leidet (was jedoch der Regelfall ist), sollte zudem reichlich Gebrauch der Spionagemöglichkeiten machen. Insbesondere dann, wenn Mitspieler reizvolle Gebäude besitzen, die zur Mitbenutzung geradezu einladen und auch noch frei sind. Angriffe lohnen sich hingegen erst zum Schluss, wenn mutmaßlich führende Konkurrenten behindert werden sollen.

Fazit

Die nukleare Aufrüstung ist in der Realität ein bedrohliches Übel, beim Workerplacement-Spiel Manhattan Project dagegen ein spannendes Wettrennen, das lediglich durch das Retro-Design etwas abgewertet wird. Dafür funktioniert es mit jeder Spielerzahl ausgezeichnet.


2015-03-23, Carsten Pinnow (cp)



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6.5niggi
01.03.2015

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