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Datenblatt image
ID 13507

DIE MINEN VON ZAVANDOR


cover
Jahrgang: 2010

Verlag: Lookout Games [->]
Autor: Alexander Pfister
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2-4

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45-90

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ab 10


f5
Bewertung angespielt: 7.5 von 10
punkte

Score gesamt: 64.2% von 100
score
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Rezension

Ziel

Der Zwergenkönig von Zavandor, Grimmborn, sucht seinen Nachfolger. Und wie es bei Zwergen üblich ist, muss ein guter Zwerg natürlich tüchtig sein und viele Edelsteine schürfen können. Also begeben sich die potentiellen Kandidaten in die Minen Zavandors, um ihre Fähigkeiten unter Beweis zu stellen und in die Fußstapfen Grimmborns treten zu können.

Jeder Spieler besitzt seinen eigenen Stollen in Form eines Tableaus, den er im Laufe des Spiels mit ersteigerten Karten ausbaut. Damit erhöht er seine Schürfquote und seinen Nachschub an Rubinen, Diamanten, Smaragden und Saphiren.

Regeln

In jeder Runde erhalten die Spieler ein Einkommen in Form von Edelsteinkarten, die sie von vier verschiedenen Bergwerkskarten ziehen und anschließend untereinander (sowie direkt mit der Bank im Verhältnis 1:2) tauschen dürfen. Mit diesen Karten kann an einer Versteigerung teilgenommen werden, bei der die Gebote der Spieler zunächst verdeckt bleiben. Im Grunde genommen sind es aber gleich vier Versteigerungen, die mit dem Gebot durchgeführt werden, denn jede Edelsteinart gilt nur für ihre eigene Reihe auf dem Hauptspielplan. Der Höchstbieter in einer Reihe erhält je nach Gebotshöhe dafür entweder Siegpunkte oder die ausliegende neue Karte, die er in seinen Stollen einbauen kann. Damit lassen sich beispielsweise Einkommen erhöhen, Siegpunkte sammeln oder Karten für weitere Zwecke einsetzen. Überbotene Mitspieler erhalten ihre Karten erst am Rundenende zurück.

Danach dürfen die Spieler ihren Stollen und ihre Karten aufwerten. Die fälligen Kosten sind auf den Karten abgebildet und bestehen aus bis zu vier Rohstoffkarten einer Sorte. Manche nehmen auch Bezug auf die Position des Königs, der in jeder Runde ein Feld auf einem separaten Spielbrett in Richtung Thronsaal durch die Minen marschiert. Verschiedene Routen ermöglichen den Spielern, die Kostenarten zu beeinflussen. Bewegt wird er stets durch den Spieler, der die letzte Versteigerung gewonnen hat. Sobald der König die Krönungshalle erreicht, endet das Spiel. Zusätzliche Siegpunkte gibt es für vollständig ausgebaute Karten. Wer nun die meisten Punkte hat, wird zum Nachfolger gekrönt.

Wer die Minen von Zavandor öfter spielt, findet auf den Tableau-Rückseiten variierende Stollen, die die unterschiedlichen Stärken und Schwächen der einzelnen Zwergenclans darstellen und den Spielern verschiedene Strategien ermöglichen.

 

Meinung

Eigentlich gehen Zwerge ja in die Minen, um Edelsteine zu schürfen, dadurch reich zu werden und schließlich das ganze Vermögen in der nächstbesten Taverne zu versaufen irgendwo in einem Versteck zu horten. Nicht jedoch in Zavandor, wo die merkwürdigen Gnome doch tatsächlich nach schnöden „Siegpunkten“ dürsten. Nun, jedem Kleinwüchsigen sein Hobby! Ist ja im Grunde genommen auch egal, ob sie sich für ein paar Jahre als König aufspielen dürfen, als Ewok verkleiden oder durch die Zeit reisen. Wichtig ist, dass sie stolz sein dürfen Zwerge zu sein und dass sie in ihrem Tun als solche erkannt und geschätzt werden. Und genau das ist bei den Minen von Zavandor der Fall! Das Spiel ist atmosphärisch toll gelungen, der Wettkampf um die beste Mine irgendwie glaubhaft. Und das Beste: Es macht auch noch Spaß! Gut, dies betrifft weniger die Versteigerung, die für einen Spieler schon mal sehr frustrierend verlaufen kann. Vor allem dann, wenn es in den ersten Runden nicht gelingt, eine Clankarte anzuwerben und das eigene Einkommen dadurch stagniert.

Trotzdem ist er nach jeder Partie wieder da, dieser subtile Drang es noch einmal zu versuchen. Noch mal von vorne zu beginnen und es beim nächsten Mal besser zu machen. So eine Mine hat eben mehr Charme als beispielsweise ein dröges Hotelmanager-Spiel…

Eine besondere Betrachtung verdienen die Spruchrollen-Karten, denn sie sind als einziger Kartentyp nur einmalig einsetzbar. Gerade zu Spielbeginn sind sie sehr hilfreich, sorgen sie doch für jede Menge Zusatzeinkommen, das zudem das Einkommenslimit ignoriert. Auch diese Karten lassen sich aufrüsten, um noch mehr Gegenwert beim Einlösen zu bekommen –dies lohnt sich primär wenn mit voller Besetzung gespielt wird, da dann das Hauen und Stechen um neue Karten noch intensiver ausfällt. Und gerade dann macht es besonders Spaß, in den Minen zu werkeln.

Fazit

Die Zwerge sind zurück –und machen sich in den Minen zu schaffen. Wer Versteigerungen mag und das schrittweise Hochrüsten eines eigenen Bergwerksstollens als spannende Herausforderung empfindet, sollte unbedingt zugreifen, denn die Minen von Zavandor ist nicht nur kurzweilig, sondern rundum gelungen.


2011-06-27, Carsten Pinnow (cp)



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Bewertungen
7.5iceteddi
14.02.2011
7.5niggi
02.06.2011
7.5cp
02.06.2011
am besten zu dritt

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