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Datenblatt image
ID 12895

RISE OF EMPIRES


cover
Jahrgang: 2009

Verlag: Phalanx Games [->]
Autor: Martin Wallace
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2-5

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120

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ab 10


Material: hochwertig
Komplexität: hoch
Kommunikation: gering
Interaktion: hoch
Einfluss: hochf5
Bewertung angespielt: 7.0 von 10
punkte

Score gesamt: 72.7% von 100
score
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Rezension

Ziel


Die Spieler führen verschiedene Zivilisationen durch die Geschichte, von der Antike bis in die Gegenwart. Rise of Empires wird in drei Epochen (Antike, Kolonialzeit, Gegenwart) a zwei Runden gespielt. Siegpunkte gibt es durch Städte, das Erschaffen eines Imperiums und durch Warenhandel. Mit jeder Epoche kommen neue Gebiete auf der Weltkarte hinzu, die genutzt werden können. Jede Region bringt Siegpunkte, eventuell zusätzliche Spielsteine, Goldmünzen, Warenscheiben oder Nahrungspunkte.

Regeln

Zu Beginn einer Spielrunde werden neue Fortschritts-, Gebiets und Stadtplättchen aufgedeckt, die die Spieler in den folgenden Aktionsphasen erwerben können. Allerdings stehen jedem nur 6 Aktionen zur Verfügung, und wer zwischendurch Geld benötigt, muss Handel treiben und Waren verkaufen. Was natürlich eine Aktion kostet.

Hauptentscheidungskriterium bleibt die Auswahl der Plättchen, auf denen alle Kosten (einmalig wie laufend) und Vorteile angegeben sind. Imperiumsplättchen ermöglichen beispielsweise das Einsetzen von Spielsteinen auf der Weltkarte, allerdings nur in eigenen und angrenzenden Regionen. Neben der einzusetzenden Anzahl definieren Imperiumsplättchen auch die Auswirkungen von durch sie verursachten Kämpfen, wenn Steine in von Mitspielern besetzte Provinzen platziert werden. Das Plättchen berechnet jedoch keine Kampfkraft, sondern gibt lediglich die Anzahl der zu entfernenden Spielsteine bei Angreifer und Verteidiger vor.

Nachdem sämtliche Aktionen abgewickelt sind, müssen die Bevölkerungen ernährt werden. Verschiedene Plättchen modifizieren die verfügbaren Nahrungspunkte, die auf der Nahrungsskala festgehalten werden. In der letzten Runde sind die Auswirkungen sogar doppelt so stark. Wer seine Bevölkerung nicht ernähren kann, muss Siegpunkte abgeben. Bei vollen Kornkammern hingegen gibt es zusätzliches Gold. Gold, Waren und Spielsteine in den Vorrat bekommen die Spieler für bestimmte Plättchen sowie für die Kontrolle von Regionen. (Gleiches gilt für Siegpunkte.) Für die folgende Runde wird die Spielerreihenfolge dadurch ermittelt, dass die Spieler in aufsteigender Reihenfolge nach Punkten ihren Platz wählen –d.h. der Schwächste wählt zuerst.

Am Ende einer Epoche müssen alle Fortschritts- und Stadtplättchen abgegeben werden. Wer sich damit partout nicht abfinden kann oder will, kann gegen Gold (Fortschritt) und Spielsteine (Stadt) auch ein paar Plättchen behalten.

Meinung

Rise of Empires unterschreitet die von Civilization und seinen Klonen bekannten Spielzeiten mit „nur“ 3 Stunden erheblich, allerdings konzentriert sich das Geschehen auch nur auf drei Epochen, die „gefühlt“ sogar nur wie eine einzige wirkt. Allerdings mit zunehmender Ausdehnungsfläche. Die Downtimes sind bei allen Spielerzahlen niedrig, da der Haupthandlungsteil abwechselnd abgewickelt wird. Im Spiel zu zweit droht allerdings eine der beiden Parteien schnell dominant zu werden, was sich für den unterlegenen Spieler kaum noch korrigieren lässt. Wer Rise of Empire unbedingt zu zweit spielen möchte, sollte daher über eine Verkürzung auf nur zwei Epochen nachdenken.

Inhaltlich bietet dieses mit separaten Spielübersichten für alle Spieler ausgestattetes Imperiumsspiel alles, was das Erobererherz begehrt: Expansion, Wirtschaftswachstum und (natürlich) kriegerische Auseinandersetzungen. Dass die Verluste bei Kämpfen durch die Karten vorgegeben sind, erhöht die Planbarkeit und verkürzt die Auswertung. Imperiumskarten, die zwei Angriffe erlauben, bieten bei der zweiten Attacke übrigens deutlich weniger Vorteile. Eine plötzliche und überraschende Invasion durch einen Mitspieler ist somit nie möglich. Stattdessen wird ein langsames Wachsen und Zusammenbrechen der Zivilisationen erlebt, was dem Spielgefühl wohl bekommt.

Wie bei anderen Spielen dieser Art auch besteht die Gefahr der Verzettelung in Kämpfe und Regionen, statt sich auf die einzig wichtigen Siegpunkte zu konzentrieren. Erfahrene Spieler können speziell in der letzten Runde jedoch gezielt auf bestimmte Regionen und/oder Städte planen, um ihre Ziele zu erreichen. Ein passendes (Re-)Agieren und die optimale Verwendung der zur Verfügung stehenden Plättchen während des gesamten Spiels ist jedoch Voraussetzung für eine erfolgreiche Imperiumsbildung.

Fazit

Wie im Zeitraffer wachsen die Imperien der Spieler von Runde zu Runde, und wie im Fluge vergeht dabei die Zeit. Drei Stunden lang vermag Rise of Empires gut zu unterhalten und empfiehlt sich damit für alle Zivilisations-Wachstums-Spiel-Freunde mit etwas Sitzfleisch. Die Idealbesetzung liegt bei vier Spielern, zu zweit müssen Abstriche in Kauf genommen werden.


2010-08-13, Carsten Pinnow (cp)



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Bewertungen
7cp
07.08.2010
empfehlenswert f?r 3 und 4 Spieler

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