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ID 12406

RAMSES PYRAMID


cover
Jahrgang: 2009

Verlag: LEGO Spiele [->]
Autor: Reiner Knizia
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2-4

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ab 8


Material: hochwertig
Komplexität: gering
Kommunikation: durchschnittlich
Interaktion: durchschnittlich
Einfluss: geringf5
Bewertung angespielt: 5.5 von 10
punkte

Score gesamt: 52.4% von 100
score
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Rezension

Ziel

König Ramses hat sich nicht nur eine Pyramide bauen lassen, er hat sich auch oben auf ihre Spitze gesetzt. Welcher Abenteurer erreicht ihn wohl als Erstes und weicht den Mumien aus, die Ramses den Spielern entgegen schickt?

Regeln

Bevor gespielt werden kann, muss zunächst das im Wesentlichen aus der Pyramide bestehende Spielbrett zusammengebaut werden. Die oberen fünf Stufen der Pyramide werden dabei nicht festgesteckt, sondern nur ineinander gesetzt. Das Gebäude kann somit gleich an mehreren Stellen auseinander genommen und wieder zusammengesetzt werden, ohne dabei „strukturelle Schäden“ zu riskieren.

Jedem Spieler steht eine Abenteurer-Figur zur Verfügung, die sich ihren Weg zur Spitze erwürfeln muss. Bis zu drei Felder darf gezogen werden –zunächst ein Mal im Kreis um die Pyramide herum, und dann aufwärts. Die Tempelfelder um die Pyramide herum besitzen zu Spielbeginn noch Juwelen, die von den Spielern jedoch aufgenommen werden können, wenn ihre Figur dort stehen bleibt. Alternativ darf auch in dem dortigen „geheimen Tempel“ nachgeschaut werden. Dieser Tempel ist eine eiförmige, graue Glocke, die ebenfalls ein Juwel einer bestimmten Farbe beinhaltet. Nach dem Nachschauen muss die Glocke der Tempel auf ein anderes, leeres Tempelfeld gesetzt werden.

Wer seine Ehrenrunde bereits gedreht hat und die Pyramide erklimmen will, benötigt nun gewisse Kenntnisse über Edelsteine. Auf jeder Stufe und jeder Seite sitzt nämlich ebenfalls ein Juwel, und wer diese Stufe betreten möchte, muss entweder ein gleichfarbiges gesammelt haben, oder einen geheimen Tempel benennen können, der ein solches beinhaltet. 

Doch der LEGO-Würfel zeigt noch mehr. Wird die 1 gewürfelt, muss die Pyramide an einer beliebigen Stelle verdreht werden. Bei einer 3 erhebt sich eine neue Mumie zu Ramses Füßen und beginnt ihren Abstieg. Alle bereits unterwegs befindlichen Mumien bewegen sich ebenfalls eine Stufe vorwärts. Trifft eine auf einen Spieler, flieht dieser und muss den Aufstieg erneut beginnen. Bei einer 2 kann es zudem sein, dass ein Edelstein von einem Mitspieler gestohlen werden darf.

Wer auf der Pyramide seitwärts laufen möchte (um Mumien auszuweichen, oder weil die Juwelen nicht passen), darf überhaupt nicht würfeln, sondern setzt sich einfach auf eine andere Seite. Es gewinnt, wer zuerst die Stufe direkt unter Ramses erreicht und dann noch eine 3 würfelt.

Meinung

Der Herr Ramses. Der sitzt also einfach so auf seiner Pyramide und harrt der Dinge, die da kommen. In Form von Abenteurern, die furchtlos seinen Mumien ausweichen und sich dabei weder gruseln, noch wundern. Weder über den Pharao selbst, noch über die herab fallenden Toten. Und auch nicht über die seltsamen Tempel, in denen viele tolle Schätze liegen, die aber nicht mitgenommen werden müssen. Sondern woanders versteckt. Ostern in der Wüste sozusagen. Merkwürdig. Sehr, sehr merkwürdig.

Doch lassen wir die Nörgelei. Was steckt denn drin in Ramses’ Pyramide? Zunächst mal ein Würfel. Der ist jedoch recht originell geraten und genauso veränderbar, wie der Rest des Spiels. Ob nun ein „hoher“ Wert geworfen wird oder nicht, spielt vor dem Aufstieg eher eine untergeordnete Rolle. Erstens weil möglichst viele Informationen aufgeschnappt und Edelsteine gesammelt werden sollten und somit die Schrittweite ohnehin nicht immer voll ausgenutzt wird, und zweitens weil Nachschauen und Merken besser ist als ein Juwel einzusacken. Zumindest für denjenigen, der sich ein paar geheime Tempel merken und somit das Risiko bestohlen zu werden minimieren kann.

Ist die Pyramide erreicht, muss „nur noch“ den Mumien ausgewichen werden. Das ist leichter gesagt als getan, denn je mehr Mitspieler mitwürfeln, desto größer die Gefahr, dass die Mumien viel zu schnell herunter eilen. Mit der Möglichkeit, die Pyramide zu verdrehen, kann zudem überraschend schnell ein Toter vor der eigenen Figur auftauchen. In besonders destruktiven Spielerunden kann das sogar recht witzig sein, jedoch ist der Spuk auch schnell vorbei. Oben angekommen, entscheidet dann wieder der Würfel, wer gewinnen darf.

Der Spielreiz liegt somit für die jüngere Zielgruppe deutlich höher, als für Erwachsene. Allerdings kommt noch ein ganz anderer Faktor hinzu: Es ist eben Lego. Da möchte Papa nicht nur mitspielen, sondern auch mitbauen. Und das ganze am besten noch mal ganz neu und ganz anders. Nein, nein, nein, wer glaubte Erwachsene seien zu alt für Legosteine, wird mit den Lego-Spielen eines Besseren belehrt. Denn wo lego-affine Kids an die Welt der Brettspiele herangeführt werden, da werden auch Papa und Mama daran erinnert, wie toll doch alles mit Lego war.

Fazit

Bauen, spielen, verändern. Trotz aufgesetztem Thema ist Ramses Pyramid ein interessanter Mix zwischen Lego-Bastelei und profanem Gesellschaftsspiel, der die beiden Welten miteinander verbindet. Der kreative Anreiz überwiegt dabei deutlich und unterstreicht, dass eben auch Lego drin ist, wo Lego drauf steht.


2009-07-07, Carsten Pinnow (cp)



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Bewertungen
5.5niggi
02.07.2009
7cp
04.07.2009
4 f?rs Spiel, 10 f?r LEGO
4MarkusB
12.05.2013

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