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Datenblatt image
ID 17808

YANGTZE


cover
Jahrgang: 2016

Verlag: Piatnik [->]
Autor: Reiner Knizia
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2-4

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60

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ab 8


f5
Bewertung angespielt: 7.0 von 10
punkte

Score gesamt: 58.0% von 100
score
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Rezension

Ziel

In Yangtze schlüpfen zwei bis vier Spieler in die Rolle einer chinesischen Handelsfamilie, um mit Warenhandel ein möglichst gutes Geschäft zu machen. Wer hat den besten Riecher für den optimalen Zeitpunkt des An- und Verkaufs? Und wer legt sein Geld langfristig in siegpunktträchtige Niederlassungen an?

Regeln

Zunächst wird der Spielplan in die Mitte gelegt und mit acht Güterplättchen (=Waren) bestückt. Anschließend werden alle verbliebenen Plättchen (Güterplättchen, Herrscherplättchen, Niederlassungsplättchen) in den Beutel gelegt und gut vermischt. Jeder Spieler erhält 30 Geld, sechs Sonderkarten und einen Sichtschirm, hinter dem man seine Waren lagern kann.

Der aktive Spieler darf in seinem Zug zunächst ein oder mehrere Güterplättchen verkaufen. Je mehr gleichartige Waren er veräußert, desto höher ist der Verkaufspreis. Anschließend darf er ein Güterplättchen von der Auslage kaufen. Die Waren am Flussende sind am günstigsten und werden Richtung Flussanfang immer teurerer. Wenn ein Güterplättchen gekauft wurde muss die Auslage aufgefüllt werden. Dazu wird ein Plättchen aus dem Beutel gezogen. Wird ein Güterplättchen gezogen, so wird es auf die hinterste Position platziert und der Spielzug ist beendet. Wird ein Herrscherplättchen gezogen, wird die entsprechende Aktion sofort ausgeführt. Eine Herrscheraktion kann sowohl positiv als auch negativ sein und betrifft grundsätzlich alle Spieler. Wird eine Niederlassung gezogen, wird diese versteigert. Niederlassungen sind am Schluss Siegpunkte wert.

Die Sonderkarten können zu jedem Zeitpunkt gespielt werden. Sie bringen Geld oder vergünstigte Ein- und Verkäufe. Am Spielende sind nicht verwendete Sonderkarten 30 Geld wert. Das Spiel endet nach dem Ziehen des letzten Herrscherplättchens oder in der Runde, in welcher alle Spieler weder Güter gekauft noch verkauft haben. Der Spieler mit den meisten Punkten bzw. dem meisten Geld hat dann gewonnen.

Meinung

Sowohl das Cover als auch der Spielplan und die gesamte Aufmachung wirken irgendwie altmodisch (im Stil der Neunziger Jahre). Und auch das ziemlich einfache Spielprinzip hat ein altbackenes Flair. So ein Spiel kann in der heutigen Zeit doch nichts mehr taugen, oder?

Doch, kann es! Obwohl Yangtze wie gesagt nicht gerade ein Leuchtturm der Moderne ist, weiß das Spiel zu gefallen und macht richtig Spaß. Natürlich ist der Mechanismus des Ein- und Verkaufens schon x-mal dagewesen, aber bei Yangtze kommt es vor allem auf das Timing an. Und auf das Beobachten der Mitstreiter, denn in der Regel lohnt es sich nicht, die gleichen Güter zu sammeln wie ein Mitspieler. Dann kaufen sich diese beiden Konkurrenten gegenseitig ihre Güter weg und die anderen Protagonisten lachen sich insgeheim ins Fäustchen. Andererseits bleibt solch ein Konkurrenzkampf irgendwann nicht aus, und je mehr Spieler mitmachen, desto interessanter wird Yangtze. Das Spiel funktioniert natürlich auch zu zweit, aber dann kommen sich die Spieler relativ selten in die Quere. Zu viert macht das Ganze einfach am meisten Spaß.

Yangtze ist ein typisches Familienspiel und demzufolge wird dieses Klientel auch in erster Linie angesprochen. Dabei eignet sich das Spiel für Jung und Alt gleichermaßen, und selbst Vielspielern gefällt Yangtze recht gut. Diese Spielertypen schätzen das Timing und verwenden die Veröffentlichung gerne als längeren Absacker eines gelungenen Spieleabends. Die Dauer des Spiels ist mit ca. 60 Minuten angegeben, und das kommt in der Regel auch in etwa hin.

Fazit

Wer ein gut ausgedachtes Familienspiel sucht, sollte sich Yangtze durchaus näher ansehen. Trotz „old-fashioned Flair“ macht das Ganze richtig Spaß. Mit dieser Veröffentlichung hat der österreichische Verlag Piatnik einen guten Griff getan.


2017-07-04, Wolfgang Volk (heavywolf)



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Bewertungen
7heavywolf
25.06.2017

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