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Datenblatt image
ID 13854

MASTER OF ECONOMY


cover
Jahrgang: 2010

Verlag: Sinonis [->]
Autor: Andrzej Kurek
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2-4

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120-150

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ab 14


f5
Bewertung angespielt: 6.5 von 10
punkte

Score gesamt: 57.0% von 100
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Rezension

Ziel

Kapitalvermehrung heißt das Ziel bei Master of Economy, der neuesten Wirtschaftssimulation des polnischen Sinonis-Verlags. Die Spieler investieren darin in Aktien von vier verschiedenen Unternehmen und steuern die Geschicke dieser. „Blue Eyes Enterprise“, „Yellow Submarines Co.“, „Green Grass J.V.“ und „Red Socks Ltd.“ errichten Fabriken zur Rohstoff-Förderung und –Weiterverarbeitung.

Regeln

Ein Spiel besteht aus vier Runden mit jeweils zehn Phasen. Genau genommen sind es eigentlich nur fünf sich wiederholende Phasen, jedoch gibt es Unterschiede bei den Aktienoperationen. Die Grundidee ist bekannt: Die Spieler können Aktien kaufen und der Spieler mit den meisten steuert das entsprechende Unternehmen. Allerdings gibt es hier keine einzelnen Aktienscheine, sondern nur ganze „Pakete“. Zehn Stück je Konzern mit ein bis zehn Einzelaktien. Dies bedeutet, dass stets nur solche Mengen neu erworben werden können, die auch auf dem Markt gerade verfügbar sind. Eigene Pakete aufwerten ist allerdings erlaubt.

Die Unternehmen bauen auf eigenen Übersichtstafeln Fabriken, um Baumaterialien, Kohle, Erz, Energie, Stahl und Schiffe zu fördern/erzeugen/bauen. Mit Ausnahme der Baumaterialien kostet dies stets Geld und bestimmte Rohstoffe, die auf dem Handelsmarkt erworben werden können. Dort können die produzierten Überschüsse auch wieder verkauft werden, wodurch erstens Geld in die Kasse der Konzerne kommt und zweitens ihr Aktienkurs steigt. Kaufen und verkaufen verschiedene Unternehmen gleichzeitig dasselbe Produkt, werden die Transfers zwischen ihnen abgewickelt. Andernfalls erfolgt ein Verkauf ins Ausland, was die Nachfrage von dort für den Rest des Spiels senkt. Der Teufel steckt hier im Detail, denn wer verkaufen möchte, muss einen Preis angeben – und sinkt die Nachfrage zu stark, kann unter Umständen nicht mehr verkauft werden. Niedrige Preise sind zwar sicherer, aber auch weniger lukrativ.

Natürlich dürfen die Unternehmen auch Kredite aufnehmen, müssen jedoch in jeder Runde Zinsen bezahlen und eine Reserve zurückhalten, wenn die Aktionärsversammlung am Rundenende auf eine Dividendenzahlung drängt. Der Hauptaktionär (und damit derjenige, der das Unternehmen lenkt) kann sich zuvor aber auch eine kleine Prämie auszahlen lassen, was allerdings den Aktienkurs drückt. Am Ende des Spiels werden die verbleibenden finanziellen Mittel der Konzerne komplett unter den Aktionären aufgeteilt. Es gewinnt schließlich der reichste Spieler.

Meinung

Der gut strukturierten und fast fehlerfreien englischsprachigen Anleitung fehlt eigentlich nur eines: eine Kurzübersicht über die wichtigsten Preise und Aktionen auf der Rückseite (anstelle der Eigenwerbung für andere Spiele des Verlags). Oder besser noch: ein paar Übersichtkarten für die Spieler. Ähnlich funktional und übersichtlich ist der Spielplan, der allerdings nicht viele Funktionen erfüllt: Aktienpakete ablegen, Runde markieren, Aktionsreihenfolge der Unternehmen und Aktienkurs/Unternehmenswert anzeigen. Eine kreative Wortschöpfung ist den Autoren aber auch gelungen: Die Währung heißt „Euro$“, wobei sowohl auf den Geldscheinen als auch den Krediten lediglich ein „$“ angegeben ist.

Da bei Master of Economy keinerlei Glückselement verwendet wird, entscheiden die Aktionen der Spieler ganz allein über Gedeih und Verderb der Unternehmen. Oder besser gesagt: über das Wachstumstempo. Denn jeder Konzern wächst, und natürlich auch das Kapital der Spieler. Zu Beginn muss eben kräftig investiert werden um die Produktion anzukurbeln, sodass später ordentlich verkauft werden kann. Die Rendite steigt mit den teureren Produkten, die sich deshalb durchaus lohnen – obwohl es länger dauert ihre Fabriken zu errichten. Je früher investiert werden kann, desto besser die Chancen auf hohe Gewinne. Dies bedeutet wiederum, dass es insbesondere in der ersten Spielhälfte wichtig ist, gute Erlöse zu erzielen, da diese noch reinvestiert werden können. Wer frühzeitig merkt, dass „sein“ Unternehmen sich verspekuliert hat, sollte darüber nachdenken, die Aktienmehrheit eines Konkurrenten anzustreben.

Fazit

Etwas trocken, aber gut – mit diesen knappen Worten lässt sich Master of Economy passend beschreiben. Wer zufallsfreie Wirtschaftssimulationen mag, liegt hier genau richtig. Der Spielablauf bleibt praktisch immer der gleiche, sodass verschiedene Investmentstrategien auf Dauer erprobt und optimiert werden können.


2011-09-01, Carsten Pinnow (cp)



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Bewertungen
6.5cp
08.08.2011
gelungene Wirtschaftssimulation

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