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Datenblatt image
ID 17973

LABYRINTH: PATHS OF DESTINY


cover
Jahrgang: 2017

Verlag: Corax Games [->]
Autor: Kamil Matuszak, Mateusz Pronobis
Grafik: Marek Roliński

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2-6

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45-90

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ab 14


f5
Bewertung angespielt: 5.5 von 10
punkte

Score gesamt: 55.0% von 100
score
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Rezension

Ziel

Im vorliegenden Abenteuerbrettspiel begeben sich zwei bis sechs wagemutige Helden in ein magisches Labyrinth, um dort ins Zentrum vorzudringen. Doch auf dem Weg lauern etliche Gefahren, und auch Kämpfe und Proben müssen erfolgreich bewältigt werden.

Regeln

Nachdem der Spielplan aus sechs Rahmenteilen aufgebaut und mit dem zentralen Plättchen im Mittelpunkt ergänzt wurde, wählt jeder Spieler einen Charakter aus, der über eine individuelle Fähigkeit verfügt. Alle Spielutensilien (z.B. Gegenstände, Fallen, Ereigniskarten usw.) werden bereitgelegt, und schon kann es losgehen.

In seinem Zug stehen dem aktiven Spieler zwei Aktionspunkte zur Verfügung. Diese kann er für Bewegungen, Fallenaufstellen, Bauen, Erholung, u.v.m. nutzen. Die meisten Aktionen kosten einen Aktionspunkt, Es gibt aber auch kostenlose Optionen oder Aktionen für zwei Aktionspunkte. Da das primäre Ziel das Vorstoßen ins Zentrum ist, müssen die Protagonisten oftmals neue Plättchen anbauen, damit sie ihren Weg fortsetzen können. Unter Umständen müssen die Spieler auch springen, wenn keine direkte Anbindung vorliegt.

Neben den Bewegungen sind Kämpfe und Proben zu absolvieren (sowohl gegen Mitspieler als auch ggf. gegen den Golem als Wächter des Zentrums). Sämtliche Kämpfe und Proben werden durch Würfeln entscheiden. Verliert ein Spieler seinen vierten Lebenspunkt, muss er wieder von vorne beginnen. Die Partie endet, wenn ein Held das Zentrum des Spiels erreicht hat. Dieser Spieler hat dann gewonnen.

Meinung

Eigentlich hört sich das Spielprinzip im Ablaufblock ziemlich einfach an, und theoretisch ist das Ganze auch in der Praxis nicht besonders kompliziert. Wenn da nicht die Feinheiten wären! Denn die Details machen Labyrinth: Paths of Destiny eher zu einem Vielspielerspiel als zu einem Familienspiel. Gelegenheitsspieler und Familien dürften von den vielen Einzelheiten leicht überfordert sein, zumal die Anleitung nicht gut geschrieben ist. Die Struktur könnte besser sein, und auch der Stil ist insgesamt nicht gerade leicht zugänglich.

Also ist Labyrinth: Paths of Destiny ein komplexes und anspruchsvolles Spiel, das sich vor allem an Kenner richtet, oder? Jein! Die Komplexität der Details ist schon auf Vielspieler-Niveau angesiedelt, aber der hohe Glücksfaktor passt überhaupt nicht dazu. Wer Mist würfelt, hat normalerweise keine Chance. Punkt. Und das ist den Vielspielern in der Testgruppe durchweg negativ aufgestoßen. Und dieses Dilemma sorgt auch dafür, dass Labyrinth: Paths of Destiny weder Fisch noch Fleisch ist. Den Gelegenheitsspielern ist das Ganze zu kompliziert, und die Kenner stören sich massiv am Glücksfaktor.

Weiterhin sind wie erwähnt das Regelwerk bzw. einige Druckfehler zu bemängeln. Das Material ist okay, wenngleich noch Luft nach oben ist. Auch die Fähigkeiten der Charaktere sind nicht unbedingt ausbalanciert. Es gibt schon Personen, die definitiv stärker sind als andere.

Fazit

Unter dem Strich bleibt zu bilanzieren, dass Labyrinth: Paths of Destiny durchaus Potential hat, aber leider in der vorliegenden Form etwas unausgegoren wirkt. Eine bessere Balance, ein strukturierteres Regelwerk und weniger Glück hätten dem Spiel sicherlich gut getan (wenngleich auch die aktuelle Version keine grottenschlechte Veröffentlichung ist).


2018-01-19, Wolfgang Volk (heavywolf)



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Bewertungen
5.5heavywolf
13.11.2017

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