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ID 11050

IM SCHATTEN DES DRACHEN


cover
Jahrgang: 2004

Verlag: Pegasus [->]
Autor: Lutz Stepponat
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2-2

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120-240

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Material: hochwertig
Komplexität: durchschnittlich
Kommunikation: gering
Interaktion: gering
Einfluss: geringf5
Bewertung angespielt: 4.3 von 10
punkte

Score gesamt: 69.9% von 100
score
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Rezension

Ziel

Regeln

Meinung

Die folgende Rezension erschien in ähnlicher Form beim Reich der Spiele.

Im Schatten des Drachen ist die erste Erweiterung zum erfolgreichen Fantasy-Brettspiel Rückkehr der Helden und ermöglicht mit 9 zusätzlichen Regionen ein Riesenspielbrett mit insgesammt 25 Spielfeldern für nunmehr bis zu sechs Spieler. (25=5x5 Felder. Das Basisspiel hatte bereits 16=4x4.)

Im Schatten des Drachen ist aber auch gleichzeitig ein abgeschlossenes Zwei-Personen-Spiel, das man völlig ohne das Basisset benutzen kann. Der Spielablauf ist hierbei der selbe wie bei Rückkehr der Helden: Jeder Spieler besitzt einen Charakter, dessen Kampfeigenschaften (Nahkampf, Fernkampf, Magie) verbessert werden müssen, um den "Endgegner" besiegen zu können. Hierfür wird durch die Gegend gezogen (gewürfelt), gegen Monster gekämpft (gewürfelt), ab und zu mal ein Auftrag (Quest) angenommen oder eingelöst und hier und da mal ein Gegenstand erworben, verkauft, gefunden oder irgendwie-in-Besitz-gebracht (meist: würfeln). Sobald man sich stark genug fühlt, würfelt man sich zum Endgegner hin und versucht ihn zu bewürfeln (äh, besiegen! : ).

Und was macht man sonst noch, außer würfeln? Man erfreut sich am Spielplan, den wirklich gelungenen Plättchen und Charakterkarten. Alles ist hübsch gezeichnet, bunt und macht den Eindruck, ein hochwertiges Spiel in den Händen zu halten. Das Spiel selbst enttäuscht dagegen und ist trotz der vielen Ähnlichkeiten mit dem Basisspiel irgendwie anders.

Irgendwie anders? Ja, leider. Vielleicht war man bei Pegasus der Meinung, ein Spiel mit nur zwei statt vier Spielern dürfe deshalb nicht automatisch nur halb so lange dauern - und erhöhte den Schwierigkeitslevel deutlich. Gerade zu Beginn ist es für die Charaktere äußerst schwierig, mal einen Kampf zu gewinnen. Doch gerade dies ist absolut notwendig, um Erfahrungspunkte zu sammeln und somit später besser kämpfen zu können. Dies, und die unübersichtliche Anleitung führen dazu, dass eine Spielzeit von 4 Stunden leicht erreicht werden kann. Dies ist jedoch für ein Zwei-Personen-Spiel, dessen Ausgang hauptsächlich vom Würfelglück abhängt, einfach viel zu viel.

Insbesondere die Anleitung ist ein Ärgernis: Wichtige Informationen sind ausschließlich im Glossar zu finden, sodass man gezwungenermaßen wirklich alles durchlesen muss, im Zweifelsfall aber beim Nachschlagen nicht findet. Auch hier gilt: Dafür reicht der Spielreiz einfach nicht.

Neben diesen offenbaren Schwächen gibt es noch ein paar andere Faktoren, die erst bei genauerer Betrachtung das Spiel deutlich beeinflussen und vom Grundspiel unterscheiden. Beispielsweise gibt es keine drei verschiedenen Meister mehr, bei denen man seine Kampfwerte verbessern kann (würfeln), sondern nur noch einen einzelnen: Kerberos, den Höllenhund. Diesen muss man mit Erfahrungswerten "bezahlen" (und würfeln!), anschließend wird man quer übers Spielfeld gebeamt. Ergo: Schwerer, weiter, länger. Entscheidend ist jedoch: Es gibt deutlich weniger Entscheidungsspielraum. Bei dem genannten Beispiel kann sich ein Spieler nicht mehr entscheiden, zu welchem Meister man geht (es gibt ja nur einen!) und damit wohin (zu welchem Gebietsplättchen) oder wie sehr man sich verbessern will (es sei denn, es macht Spaß, zigmal sinnlos quer übers Spielbrett zu laufen (würfeln)...). Damit entsteht insgesamt mehr der Eindruck, gespielt zu werden statt selbst Einfluss auf das Spielgeschehen zu haben, als es bei der Rückkehr der Helden der Fall war.

Werfen wir noch einen kurzen Blick auf Im Schatten des Drachen als 5/6-Spieler-Erweiterung zu RdH: Hier ist der Einfluss der schwierigen Aufgaben/Monster bei weitem nicht so groß, das Spiel funktioniert wie gewohnt. Die zusätzlichen Gebietsplättchen und Monster bieten interessante Abwechslung, allerdings können sich manche Aufgaben auch als langwieriger erweisen, da die Wege unter Umständen einfach weiter sind. Es stellt sich vielmehr die Frage, ob man Rückkehr der Helden wirklich mit mehr als vier Spielern ertragen kann - denn schon bei vier Spielern sind die Wartezeiten zwischen den Zügen groß. Von der Gesamtspieldauer ganz zu schweigen...

Fazit: Egal ob man ISdD nun zu zweit oder als Erweiterung spielt, man sollte dafür viel Zeit einplanen oder die Charaktere gleich von vornherein zumindest mit zusätzlichen Erfahrungspunkten ausstatten. Als 2-Personen-Spiel bietet ISdD durchaus einigen (vor allem optischen) Reiz für eine handvoll Partien. Für mehr? Weiß nicht, da muss ich erstmal würfeln...

Fazit


2010-01-03, Carsten Pinnow (cp)



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Bewertungen
4cp
26.04.2009
5niggi
26.04.2009
4kathrin
26.04.2009

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