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Datenblatt image
ID 17362

HOMELAND: DAS BRETTSPIEL


cover
Jahrgang: 2015

Verlag: Heidelberger Spieleverlag [->]
Autor: Aaron Dill, John Kovaleski, Sean Sweigart
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3-6

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ab 14


f5
Bewertung angespielt: 4.0 von 10
punkte

Score gesamt: 52.0% von 100
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Rezension

Ziel

Basierend auf der bekannten TV-Serie ist Homeland – Das Spiel eine Veröffentlichung, die sich um Spionage, Täuschung und Wahn dreht. Wird der Maulwurf die Terroristen zum Sieg führen oder können die Agenten den Großteil der Anschläge verhindern?

Regeln

Der Spielplan wird in die Mitte platziert, und alle Utensilien werden bereitgelegt. In erster Linie handelt es sich dabei um Karten, Marker und einen Analyse-Spielplan. Jeder Spieler erhält eine geheime Rollenkarte, welche die Ziele der Spieler vorgibt. Insgesamt gibt es drei mögliche Rollen: Loyaler Agent, Politischer Opportunist und Terroristen-Maulwurf.

Eine Runde beginnt immer mit einem fiktiven Terroristenspielzug. Im Rahmen dieses Spielzugs werden Bedrohungen analysiert bzw. ausgewertet, verbliebene / offene Bedrohungen hochgesetzt und neue Bedrohungen aufgedeckt. Im Rahmen des anschließenden Spieler-Spielzugs muss der aktive Spieler zunächst einen Fall für sich beanspruchen. Wird der entsprechende Anschlag später verhindert, erhält der Spieler eine Belohnung. Anschließend muss der aktive Spieler zwei Hand-Informationskarten verdeckt auf zwei Fälle legen. Informationskarten bestehen aus blauen oder roten Zahlenwerten. Rot steht für Terrorismus, blau für die Verhinderung eines Anschlags. Wird ein Fall ausgewertet, werden die blauen und roten Zahlenwerte gegenübergestellt. Der höhere Wert bestimmt, ob ein Anschlag gelingt oder vereitelt wird. Last not least kann der Spieler optional einen Charakter bzw. Kontakt rekrutieren oder seine letzte Informationskarte für Einfluss- oder Ansehensmarker eintauschen.

Mit jedem Anschlag bzw. jeder Anschlagsverhinderung wird ein Marker auf den Fortschrittsleisten der Terroristen bzw. der Agenten weitergerückt. Das Spiel endet, wenn eine der beiden Leisten gefüllt ist. Ist das Ende der Terroristenleiste erreicht, hat der Maulwurf sofort gewonnen. Ansonsten folgt noch eine Beschuldigungsrunde, in der die Spieler Tipps abgeben dürfen, wer ihrer Meinung nach der Maulwurf ist. Richtige Tipps bringen sechs Siegpunkte, eine falsche Beschuldigung führt zum Abzug dreier Punkte. Nun erfolgt die Schlusswertung, in der die Spieler noch Punkte für Einfluss- oder Ansehensmarker erhalten. Der Maulwurf bekommt zwei Punkte für jede Fortschrittsstufe auf der Terroristenleiste. Der Spieler mit den meisten Punkten hat dann gewonnen.

Meinung

Zunächst sollte gleich mal festgestellt werden, dass Homeland – Das Spiel relativ wenig mit der TV-Serie zu tun hat. Lediglich die Kontakte (Charaktere) beziehen sich auf die Serienvorlage, aber der Rest wurde einfach als Mechanismus-Thema über den Namen gestülpt. Im Endeffekt ist die Veröffentlichung also nur ein Lizenzprodukt, von dessen Namen sich Fans der Serie nicht blenden lassen sollten.

Nun stellt sich logischerweise die Frage, ob das Spiel (unabhängig vom Titel) überhaupt etwas taugt. Leider nicht viel. Der Text auf der Schachtelrückseite gaukelt dem Interessenten vor, dass er als Spieler wahnsinnig viele Optionen hat. Das ist Quatsch. Bereits mit der Zuteilung der geheimen Rollenkarte werden die Weichen für das gesamte Spiel gestellt, und selbst ein dressierter Schimpanse dürfte nach wenigen Runden herausgefunden haben, wer welche Rolle innehat. Lediglich der Maulwurf kann ein bisschen bluffen, aber die Agenten gehen in der Regel gnadenlos auf Ansehen, während die Opportunisten auf Einfluss aus sind. Da die Spieler lediglich drei Handkarten halten dürfen, kann die Spielweise nur dann die Mitstreiter verwirren, wenn ein Spieler in seinem Zug nur unpassende Karten auf der Hand hat (z.B. wenn ein Agent drei blaue Karten hält und demzufolge eine blaue Karte für Ansehen ablegt. Normalerweise wird er immer rote Karten abgeben, es sei denn, er ist ein passionierter Bluffer).

Die strategische Vorgabe wäre aber gar nicht so schlimm, wenn das Spiel sonst irgendwie spannend wäre. Ist es aber nicht. Natürlich kann ein Fan argumentieren, dass die Terrorgefahr permanent ansteigt (und das ist auch inhaltlich korrekt), aber im Gegensatz zu Pandemie, Arkham Horror oder sonstigen Spielen mit Koop-Elementen will sich bei Homeland irgendwie keine Emotion einstellen. Zumindest nicht in den Testgruppen – andere Spieler könnten das möglicherweise gänzlich anders beurteilen. Fakt ist jedoch, dass der Zufall bzw. das Glück eine relativ große Rolle spielt, und das kam in den Testrunden nicht gut an. Hinzu kommt der übergestülpte Lizenz-Produktname, der lediglich Fans der Serie ködern soll aber nicht hält, was er verspricht.

Fazit

Homeland – Das Spiel ist zwar definitiv kein Meisterwerk der Brettspielkunst, aber ganz so grottenschlecht nun auch wieder nicht, dass man es nicht einmal ausprobieren könnte. Nichtsdestotrotz sind Veröffentlichungen wie Schatten über Camelot u.ä. zweifellos empfehlenswerter als Homeland.


2017-03-02, Wolfgang Volk (heavywolf)



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Bewertungen
4heavywolf
11.02.2017

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