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Datenblatt image
ID 17755

EVOLUTION: CLIMATE


cover
Jahrgang: 2016

Verlag: North Star Games [->]
Autor: Dominic Crapuchettes, Dmitry Knorre, Sergey Machin
Grafik: Ben Goldman, Catherine Hamilton, Jacoby O'Connor

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2-6

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60-75

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ab 12


f5
Bewertung angespielt: 10.0 von 10
punkte

Score gesamt: 64.0% von 100
score
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Rezension

Ziel

Evolution Climate stellt die Weiterentwicklung des bei Schmidt Spiele erschienenen Evolution dar. Als neues Element sind klimatische Ereignisse hinzugekommen, die sich auf Nahrungsangebot und Populationsdichten auswirken.

Regeln

"Hinzugekommen" trifft den Dino regelrecht auf den Kopf, denn das "alte" Evolution wurde praktisch nicht verändert, sondern nur ergänzt. Jede Runde erhalten die Spieler neue Eigenschaftskarten zur Weiterentwicklung ihrer Spezies. Auf diesen Karten findet sich zusätzlich eine Angabe zum Nahrungsangebot. Durch gleichzeitiges, zunächst verdecktes Ausspielen von jeweils einer Karte wird damit der neue Futtervorrat für die aktuelle Runde festgelegt. Danach darf jeder Spieler eine Aktion ausführen: eine Eigenschaft einer Spezies zuweisen, Körpergröße oder Population erhöhen oder eine zusätzliche Spezies anfangen. (Mit jeder zusätzlichen erhöht sich die Anzahl zu erhaltender Karten, wohingegen die Anzahl Aktionen konstant bleibt.)
 
Erst danach wird der verfügbare Nahrungsvorrat aufgedeckt und reihum gefressen, bis alle satt sind (oder die Population verringert werden muss -bis hin zum Aussterben). Während Pflanzenfresser sich immer nur einen Nahrungschip nehmen (sofern sie nicht bereits die Eigenschaft "gefräßig" haben), hängt die Sättigung von Raubtieren von der Körpergröße der gefressenen Beute ab.  Die jede Runde gesammelten Futterchips wandern in den Stoffbeutel des Spielers. Dies sind seine Siegpunkte, sobald der Nachziehstapel leer ist. Hinzu kommen noch Punkte für die überlebenden Populationen und ihre Eigenschaften.

Neu sind nun: ein aktuelles Klima (Leiste mit Marker, von "Eiszeit" bis "sengende Hitze"), Ereigniskarten (für kaltes und heißes Klima) sowie zusätzliche Temperatursymbole auf den Eigenschaftskarten, mit denen ja auch der Futternachschub gesteuert wird. Zu Beginn (nennen wir es mal "Normalfall") befindet sich die Macht der Planet im Gleichgewicht, der Klimamarker in der Mitte, und es gibt keine Unterschiede zu Evolution. Jedes Mal, wenn die Futterkarten ausgewertet werden, werden allerdings auch die dort abgebildeten Sonnen- und Schneeflockensymbole miteinander verglichen. Weißt eine Seite hier eine Mehrheit auf, rutscht der Klimamarker in die entsprechende Richtung -womit sich automatisch der Nahrungsnachschub ändert. (Faustregel: wärmer = mehr Nahrung, kälter = weniger Nahrung)

Bewegt sich der Marker jedoch in eine Klimazone, in der sich eine (offene) Ereigniskarte befindet, wird diese sofort ausgeführt. Dadurch kann es zu teilweise gravierenden Eingriffen kommen, wie beispielsweise dem kompletten Verlust aller Nahrungschips. Außerdem droht bei extremen Klimazonen der Tod zahlreicher Populationen bestimmter Größen. Spezielle Schutzfähigkeiten wie kühlende Halssegel wirken dem entgegen.

Meinung

Wer Evolution bereits kennt, dem fällt der Einstieg in Evolution Climate leicht. Die Schwierigkeiten des Vorgängers (unübersichtliche Abhängigkeiten der Fähigkeiten benachbarter Spezies, schlecht einsehbare Karten der Mitspieler, Steuerbarkeit des Nahrungsangebotes) bleiben unverändert eine Hürde, mit der sich nicht alle Spieler anfreunden können. Dafür wurden die Todesarten verfeinert und vervielfacht, nach denen sich die Spezies dezimieren können. Thematisch sind die klimatischen Auswirkungen hervorragend umgesetzt, wobei auch die Teilung der Ereignisstapel in kalte und heiße Überraschungen eine Rolle spielt.

Leider ist Evolution Climate bislang nur in englischer Sprache erschienen, mit einer deutschen Version ist aber auch nicht mehr zu rechnen. Und "leider" ist hier durchaus ernst gemeint, denn während Schmidts Evolution Der Einstieg den Gelegenheitsspielermarkt abdeckte, ist Climate für Vielspieler das (knapp) bessere Evolution. Weil es einfach krasser, brutaler und "realistischer" ist, allen Zufallselementen zum Trotz.

Fazit

Selten sind Dinos so schön gestorben (und so viel!) wie bei Evolution Climate. Wer Spaß daran hat, eigene Tierarten mit speziellen Eigenschaften zu kreieren und die der Mitspieler aufzufressen, wer es lustig findet wenn ein Meteor spontan einschlägt und den größten Teil der Populationen auslöscht, der ist hier bestens aufgehoben.


2017-09-27, Carsten Pinnow (cp)



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Bewertungen
10cp
31.08.2017
geniale Simulation ums Aussterben :)

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