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Datenblatt image
ID 16172

CITRUS


cover
Jahrgang: 2013

Verlag: dlp [->]
Heidelberger Spieleverlag [->]
Autor: Jeffrey D. Allers
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2-5

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50

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ab 10


f5
Bewertung angespielt: 8.0 von 10
punkte

Score gesamt: 60.0% von 100
score
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Rezension

Ziel

"Über den kommerziellen Abbau sonnengereifter Südfrüchte auf der beliebtesten deutschen Urlaubsinsel" klingt irgendwie blöd. "Citrus" ist da viel eingängiger. Gleiches gilt für das gewöhnliche Plättchenlegen auf feste Felder und den daraus resultierenden Mehrheitenwertungen. Trotzdem wirkt Citrus irgendwie frisch...

Regeln

Wer an der Reihe ist, erwirbt üblicherweise eine komplette Reihe Plantagenplättchen von Markt ( zu je 1,-) und platziert sie auf dem Spielplan. Genauer gesagt wird damit eine bereits existierende eigene Plantage erweitert, oder an einer Finca eine neue begonnen. In letzterem Fall muss einer der fünf eigenen Arbeiter dort platziert werden, außerdem müssen alle vier Seiten einer Finca mit verschiedenen Obstsorten (Farben: rot, orange, gelb, grün, rosa) belegt werden.
 
Alternativ darf auch eine Plantage abgeerntet werden (z.B. wenn das flüssige Kapital erschöpft ist). Dafür gibt es einen Punkt pro Feld und Bewässerungssymbol, der Arbeiter kehrt zurück aufs eigene Tableau, die alte Plantage bleibt als "neutral" zurück, und alle nun untätigen Arbeiter generieren neues Einkommen (Lagerkapazität für Geld: 12,-).
 
Ist der Markt leergekauft (höchstens drei Plättchen übrig), wird sofort eine Finca auf einen der drei Bauplätze gesetzt (nach Wahl!) und ein neues Baufeldplättchen aufgedeckt (durchnummerierte Felder = künftige Bauplatz). Sind alle acht Äcker um eine Finca herum belegt, wird diese gewertet: Die beiden Spieler mit den in Summe größten Plantagen im Umkreis erhalten die aufgedruckte Menge Punkte. Sobald alle Plantagenplättchen gelegt wurden, werden noch alle verbliebenen Fincas mit reduzierten Prämien gewertet und alle Plantagen abgeerntet. 
 
Eine Besonderheit stellen noch die Landschaftsplättchen dar, die auf zahlreichen Feldern liegen. Man erhält, wenn das jeweilige Feld mit einer Plantage belegt wird. Einige dieser Plättchen sind bis zu vier Siegpunkte wert, andere verfügen über 1x nutzbare Sonderfähigkeiten, wie z.B. das Überbauen von Felsen (ansonsten unpassierbare Hindernisse) oder neutralen Feldern, das vorzeitige Errichten einer neuen Finca oder den kostenlosen Erhalt eines Marktplättchens.

Meinung

In der sehr orangen Citrus-Schachtel versteckt sich ein optisch nicht ganz so einladender Plan, der in beige-grauen Tönen eher zum Trübsalblasen animiert, als zum Verspeisen einer leckeren Südfrucht. Die zahlreichen Plantagen bringen da schon etwas mehr Farbe ins Spiel, sodass man schon bald nicht mehr das Gefühl hat, ein Spiel der 90er Jahre vor sich zu haben. Diese Kombination sorgt für eine gute Übersicht über die zusammenhängenden Gebiete, die sich schnell als spielentscheidend herausstellen. Der im Kern einfache Motor des Spiels funktioniert nämlich immer gleich: Plantagen kaufen, Gebiete erweitern, teilweise ernten, und das ganze wieder von vorne. Wer mehr punkten will als seine Mitspieler, sollte vor allem darauf achten, ein oder zwei große Gebiete zu erschaffen, die an mehrere Fincas angrenzen und somit an mehreren Wertungen partizipieren. Ab und zu ist dabei auch ein passendes Landschaftsplättchen hilfreich.
 
Prinzipiell gibt es jedoch bei jedem Anbau ein paar Dinge zu bedenken: Welche Farbe lässt sich wo anlegen, kann oder soll ein Mitspieler irgendwo abgeschnitten oder blockiert werden, entstehen irgendwo eventuell schwer zu stopfende Löcher, wo besteht eine gute Aussicht auf viele Punkte, und dergleichen mehr. Das größte Hindernis dabei sind meist nicht einmal die Mitspieler, sondern das Wirtschaftsmanagement, denn das Einkommen fällt umso höher aus, je weniger Plantagen besetzt sind. Gut fährt dabei, wer sein drittes Gebiet gleich wieder abstoßen kann und permanent flüssig bleibt.
 
Dass die Plantagenteile in einem Stoffbeutel auf ihren Einsatz warten, wäre spieltechnisch zwar nicht nötig gewesen (Man hätte sie auch am Spielfeldrand stapeln können!), stellt aber gleichzeitig eine praktische Aufbewahrungsmöglichkeit dar und sieht auch noch besser aus als eine großer Ziptüte.

Fazit

Optisch bunt und technisch rund präsentiert sich Citrus, das trotz weitestgehend bekannter Mehrheitenwertungen, Arbeitereinsätze und Plättchenlegens keineswegs altbacken erscheint. Im Gegenteil, das ausgewogene Ergebnis kann sich sehen lassen und ist jedem Viel- und Kennerspieler zu empfehlen.


2016-03-01, Carsten Pinnow (cp)



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Bewertungen
8cp
29.02.2016
klassisches Mehrheiten-Arbeiter-Plättchen-Spiel, rundum gelungen

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