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Datenblatt image
ID 18079

CHICKWOOD FOREST


cover
Jahrgang: 2017

Verlag: Zoch [->]
Autor: Matt Loomis
Grafik: Alexander Jung

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2-5

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45

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ab 12


f5
Bewertung angespielt: 8.0 von 10
punkte

Score gesamt: 60.0% von 100
score
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Rezension

Ziel

Chickwood Forest schreibt die Geschichte von Robin Hood und seinen Freunden neu, denn in diesem Spiel sind Hühner die entscheidenden Protagonisten. Doch wie in der berühmten Vorlage geht es auch im Spiel darum, die Reichen auszurauben und die Beute als Almosen an die Bedürftigen zu verteilen.

Regeln

Zu Beginn einer Partie Chickwood Forest zieht jeder Spieler eine Schlosskarte, deren Wert die Spielerreihenfolge vorgibt. Jeder Spieler erhält drei Schatzkarten, die an die ausliegenden Schlosskarten angelegt werden. Dabei gibt die anfangs gezogene Karte vor, ob die Schätze offen oder verdeckt platziert werden. Weiterhin ist zu beachten, dass an die ausliegende Schlosskarte mit dem kleinsten Wert weniger Schätze angelegt werden dürfen als an die höheren Schlösser.

Nachdem alle Schatzkarten angelegt wurden, wählt der Spieler mit der kleinsten Hand-Schlosskarte ein ausliegendes Schloss aus und nimmt alle daran angehängten Schätze an sich. Das dazugehörige Schloss dient dann als Hand-Schlosskarte für die nächste Runde (Spielerreihenfolge). Die genommene Beute kann mit Wohltätern an die Dorfbewohner verteilt werden, die in einem 3x3 großen Raster ausliegen und die in einem Zug bedient werden müssen. Bediente Reihen bringen den Spielern am Schluss Siegpunkte ein. Auch erbeutete Truhen der gleichen Art bringen Siegpunkte. Es zählt die Truhenart, die man am häufigsten besitzt. Alle anderen Truhen ergeben Minuspunkte. Auch unterschiedliche Gewänder bringen Siegpunkte, und die Maid Marihenn bringt ihrem Besitzer zusätzlich Bonuspunkte. Das Spiel endet, sobald der Nachziehstapel aufgebraucht ist. Der Spieler mit den meisten Punkten hat dann gewonnen.

Meinung

Aufgrund des Covers und des witzigen Themas wirkt Chickwood Forest auf den ersten Blick wie ein einfaches Fun-Familienspiel. Doch der Eindruck täuscht, obwohl die Veröffentlichung sicherlich auch von Gelegenheitsspielern und Familien gespielt werden kann. Nichtsdestotrotz handelt es sich durchaus um ein relativ anspruchsvolles Taktik- und Strategiespiel, dessen einfache Regeln viel Spieltiefe bieten.

Die wichtigste Entscheidung ist in der Regel die Auswahl der ausliegenden Schlosskarten. Ein Schloss mit hohem Wert und viel Schätzen ist verdammt verführerisch, aber dann ist man halt in der nächsten Runde am Schluss dran und muss nehmen, was von den Konkurrenten übrig gelassen wird. Und das kann unter Umständen richtig mies sein (wenn beispielsweise verschiedene Truhen anliegen, die man überhaupt nicht haben will). Zumeist wählen die Spieler nach Möglichkeit ein Schloss mit einem mittleren Wert, um einerseits viele Schätze zu erbeuten und andererseits in der nächsten Runde nicht hinten zu sitzen. Doch letztendlich kommt es natürlich auf die anliegenden Schätze an, und verdeckte Schatzkarten bringen eine gehörige Portion Unsicherheit ins Spiel. Und dieses Abwägen in Kombination mit der Unsicherheit der verdeckten Kartenauslage macht verdammt viel Spaß. Hinzu kommt die lustige Illustration, die perfekt zum „abgedrehten“ Thema passt.

Fazit

Chickwood Forest ist ein Spiel für jedermann. Egal ob Familie, Gelegenheitsspieler oder Vielspieler – diese Veröffentlichung macht eigentlich jedem Spaß. Lediglich zu zweit hält sich der Spielspaß ein bisschen in Grenzen, aber zu viert oder zu fünft ist große Spielfreude vorprogrammiert. Wer eine Schnittmenge aus Sheriff von Nottingham und Mea Culpa sucht, sollte hier unbedingt einen näheren Blick riskieren (obwohl die beiden genannten Spiele natürlich einen gänzlich anderen Mechanismus haben. Hier ist eher das Spielgefühl gemeint).


2018-02-14, Wolfgang Volk (heavywolf)



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Bewertungen
8heavywolf
04.02.2018

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