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Datenblatt image
ID 12575

BOOCHIE


cover
Jahrgang: 2009

Verlag: Zoch [->]
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2-4

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15

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Material: hochwertig
Komplexität: gering
Kommunikation: durchschnittlich
Interaktion: durchschnittlich
Einfluss: durchschnittlichf5
Bewertung angespielt: 7.0 von 10
punkte

Score gesamt: 62.6% von 100
score
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Rezension

Ziel

Werfen, kicken, rollen – ein Ball und ein Ring möchten gerne möglichst nahe beim Boochie-Ball liegen bleiben. Denn dafür gibt es Punkte. Doch ganz so simpel wie Boccia ist Boochie dann eben doch nicht…

Regeln

Ähnlich wie beim Boccia wird ein Zielobjekt in einige Entfernung geworfen, an den die Wettkämpfer mit ihren Spielgeräten möglichst nahe herankommen müssen. Der „Boochie“ ist jedoch keine kleine Kugel, sondern ein Doppelfaust großer, zwölfseitiger Kautschukball. Jedem Spieler stehen ein Ring und ein kleiner Stress-Ball zur Verfügung, die abwechselnd von einer Startlinie aus geworfen werden. Wer mit einem Objekt dem Boochie am nächsten kommt, erhält zwei Punkte, der Zweitbeste immerhin noch einen. Die gesammelten Punkte stellt jeder Teilnehmer mittels einer Drehscheibe an seiner am Arm mit einem Klettband befestigten „Action-Uhr“ ein.

Einen Sonderpunkt erhält, wer mit seinem Ring einen fremden Ball umschließt oder mit seinem Ball in einem fremden Ring liegt. Zwei Punkte gibt es, wenn der eigene Ball umschlossen wird. Wer den Boochie umringt, bekommt sogar drei. Weitere Extrapunkte werden durch den Boochie verteilt. Dieser zeigt auf seiner oben liegenden Seite an, wofür es diese gibt. Beispielsweise für den, der am weitesten entfernt liegt. Oder für den Besitzer der beiden Objekte, deren Abstand zueinander am kleinsten ist.

Ab der zweiten Runde müssen die Spieler eine bestimmte Randbedingung beachten, die ihnen auf ihrer Action-Uhr angezeigt wird. Vielleicht müssen sie mit geschlossenen Augen werfen, rückwärts spielen, liegend, mit einem Ellbogen auf einem Knie, oder die Wurfobjekte gar baggern. Sobald ein Spieler 11 Punkte erreicht, gewinnt er. Einen vorzeitigen Sieg streicht ein, wer bei der Boochie-Bedingung „Ring um Boochie gewinnt sofort“ diese erfüllt.

Meinung

Boccia ist out, Boochie ist in. Statt zu boulen wird jetzt geboocht. Oder wie lautet die korrekte Deklination für’s „boochen“? Na egal, Raider heißt ja jetzt auch Twix, und niemand weiß warum. Doch was genau ist Boochie jetzt eigentlich? Für „Indoor und Outdoor“ steht auf der Verpackung, das Material wirft dagegen Fragen auf. Die Hartplastikringe sind für Draußen besser geeignet, in Innenräumen machen sie einfach zu viel Lärm. Die outdoorfähige Tasche hat ein Netz am Boden und ermöglicht somit Sand und Wasser, friedfertig das Spielmaterial zu verlassen. Prima! Nur auf den Teppich sollte sie nicht unmittelbar nach einem Strand-Match gestellt werden.

Die Bälle sind recht klein und lassen sich gut mit einer Hand umschließen. Es handelt sich dabei um leicht formbare Footbags, vermutlich mit einer Sandfüllung. Über die Witterungsbeständigkeit können wir leider keine Aussage treffen, da hierfür noch ein Langzeit-Stresstest aussteht. Derartige Zweifel sind zumindest beim Boochie-Ball selbst angebracht, der den Eindruck erweckt, speziell für Innenräume entworfen worden zu sein. Wird sorgsam und pfleglich mit ihm umgegangen, besteht jedoch kein Anlass zur Beunruhigung. Also: Nach dem Spiel brav säubern und alles wieder in der Tasche verstauen! 

Apropos Test: Alle Objekte sind 100% schwimmfähig! Damit ist also zumindest eine eingeschränkte Outdoorfähigkeit gegeben. In Innenräumen tritt dagegen meist ein ganz anderes Problem in den Vordergrund: Der Platz. Wer nicht gerade eine Sporthalle oder einen Ballsaal zur Verfügung hat, sollte auf die Ringe verzichten, oder besser noch gleich seinen Spaß draußen suchen.

Spaß? Ja, den macht Boochie definitiv! Zwar ist Boccia (oder Boule) geradliniger, aber eben auch wenig abwechslungsreich. Die Action-Uhren sorgen mit ihren verschiedenen Aufgaben nicht nur für gute Unterhaltung, sondern ab und zu auch für kuriose Situationen. Einen Ring zu baggern ist beispielsweise wirklich nur auf kurze Distanzen sinnvoll. Einen Ball aus einer Liegeposition über ein ungünstig platziertes Hindernis zu werfen dagegen reine Kunst.

Fazit

Die Stärken von Boochie liegen klar im Outdoor-Bereich, der bislang nur von wenigen Spielen besetzt ist. Boochie ist abwechslungsreicher und interessanter als Boccia, und deshalb die perfekte Ergänzung, oder vielleicht sogar Alternative. Ohne die Ringe ist Boochie sogar in großzügigen Innenräumen eine spannende Sache. Mindestens drei Spieler sollten es allerdings schon sein –denn dann ist Boochie ein echter Sommerhit!


2009-07-22, Carsten Pinnow (cp)



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Bewertungen
7cp
04.08.2009
Witzig und unterhaltsam

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